Primeur.
Die Baubewilligung dazu sei nun definitiv vorhanden und nicht mehr rekurrierbar. Dieser Primeur wurde von Stefan Elmer, Direktor der Sportbahnen Elm, nach einer Anfrage von Christoph Daum an ihn herangetragen. Was also wird nun in Elm seit Planungsbeginn im 2017 definitiv realisiert?
Das Projekt «Futuro» beinhaltet die Beschneiung der Talabfahrt und die Verbesserung der Beschneiung der Schlittelbahn, die Beschneiung der Piste Nr. 6 am Pleus sowie die Beschneiung des Pistenweges vom Bischof bis zum Älpli. In Zukunft können somit 35% statt 23% der Pistenkilometer beschneit werden.
Nach dem Ausbau der Beschneiungsanlage liegt Elm mit den 35% weiterhin unter dem Durchschnitt der Schweizer Skigebiete. Der Durchschnitt der beschneiten Pistenkilometer liegt in der Schweiz bei 55%, in Österreich bei 70% und im Südtirol bei 95%. Der Energiebedarf der ausgebauten Anlage steigt um 32% auf etwa 2270 MWh pro Jahr. Vom gesamten Energiebedarf der Anlage entfallen 10% für die Talabfahrt und die Schlittelbahn. Ein durchschnittliches Hallenbad verbraucht pro Jahr zwischen 1000 und 3000 MWh.
Laut einer SRF-Analyse verteilt sich die Energiebilanz der Skigebiete so, dass 75% der Energie für die An- und Abreise der Gäste aufgewendet wird, 15-20% auf die Hotel- und Gastrobetriebe entfallen und 5-10% auf Seiten der Pistenpflege liegen.
Die Sportbahnen Elm sehen die Beschneiung der Talabfahrt und der Schlittelbahn als existentielles Angebot. So sei die Schlittelbahn ein strategischer Fokus für Schulen, Familien, Firmen und Vereine. Die Talabfahrt kann benützt werden, wenn das Gebiet Bischof-Pleus-Schabell wegen starkem Wind temporär geschlossen ist oder in diesem Gebiet zu viel Nebel liegt. Und da die Heimreise vielfach den letzten Eindruck hinterlasse, wären die Gäste zufriedener, wenn sie die Talabfahrt nützen können statt allenfalls lange in der Warteschlage zur Gondel stehen zu müssen.
Mit dem Erlangen der Baubewilligung kann nun mit dem Bau des Projektes «Futuro» begonnen werden. Wer mag, kann folglich weiterhin zu den 8 Tonnen Pommes-Frites, 2.5 Tonnen Chicken-Nuggets, 37655 Kaffees und 9814 Kaffee-Schnaps beitragen, die während einer Wintersaison in den Restaurants und Hütten im Skigebiet Elm verkauft werden.
Thomas Fürer, Präsident Skiklub Alpina